„Erzähl es niemandem“ Randi Crott

Ich muss mal wieder ein neues Buch vorstellen:

In „Erzähl es niemandem“ berichtet Randi Crott, wie sich Ihre Eltern während des 2. Weltkrieges im besetzten Norwegen kennenlernten. Auf eindringliche Weise und mit zahlreichen Dokumenten belegt, zeichnet Randi Crott ein Bild der damaligen Zeit und der Verhältnisse, unter denen sich zwei junge Menschen zweier verschiedener Nationen kennen und lieben lernten.

Das besondere am Bericht ist nicht, dass es die Geschichte zweier junger Menschen in Norwegen während des zweiten Weltkrieges ist (eventuell ein wenig, denn man erfährt sehr viel über das Verhältnis Norwegen / Nationalsozialistisches Deutschland), nein es ist die Biografie zweier junger Menschen, von denen einer, nämlich der Deutsche, eine jüdische Mutter hatte und es schaffte sich während des Nationalsozialismus in der Wehrmacht versteckt zu halten. Daneben berichtet es über die sich verändernden Zustände in Deutschland für die verbliebenen Juden und deren Angehörige. Lilian, Randi Crotts Mutter, ist Norwegerin und verliebt sich in einen Besatzungssoldaten. Es ist eine Gradwanderung zwischen Gefühlen und dem Verlust ihres Ansehens innerhalb ihres Dorfes und ihrer Familie. Ja, es geht sogar soweit, dass sie sich zwischen ihrem Freund und ihrer Familie entscheiden muss.

Dieses Buch hat mich beeindruckt, erschüttert und gefesselt. Es wirft Fragen auf: „Wie würde ich haldnen“, „Wie oft urteilen wir nach der oberflächlichen Erscheinung und hinterfragen nicht“ etc.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Besonders Jedem, der sich gerne mit Geschichte auseinandersetzt und kritsich überdenken möchte, was sich in Köpfen abspielt.

 

Weitere Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe:

Charlotte Roth: Als wir unsterblich waren

Die Geschichte einer jungen Frau während des 1. Weltkrieges und der Weimarer Republick in Rückblicken erzählt. Der Leser erfährt viel über eine häufig in Romanen vernachlässigte Zeit. Besonders über die Entstehung der KPD und SPD. Daneben gibt es natürlich eine Liebesgeschichte.

Fazit: Ein gelungener Roman! Absolut lesenswert. Einziger Abzug, die Randhandlung während des Mauerfalls, die etwas zäh daher kommt.

Alison Mercer: Und dann eines Tages

Ein schönes Buch im wahrsten Sinne des Wortes. Das Cover ist bildschön!! Und täuscht damit etwas über den Inhalt des Romans. Man erwartet auch nach den Worten des Klappentextes einen eher schnulzigen Liebesroman. Doch das ist weit gefehlt. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Familie und Intrigen, die etwas an den in den 90er Jahren verfilmten Roman „Freunde“ erinnert.

Eine junge Frau trifft nach etlichen Jahren ihren Unifreund Victor zufällig in einer Buchhandlung wieder. Sie hatte den Kontakt zu ihrer gesamten Uniclique am Tag des Abschlusses komplett abgebrochen. In Rückblicken erfährt der Leser nun die Beweggründe. Sehr flüssig und gut lesbar geschriebener Roman für ein paar entspannte Lesestunden.

Mindy Raf: Mein Leben und andere Kleinigkeiten

Ein schöner Jugendroman mit Tiefgang. Auch hier erwartet den Leser mehr als der Klappentext verspricht. Mindy Raf beschreibt die typischen Probleme einer heranwachsenden, jugendlichen Amerikanerin. Allerings werden die Alltagsprobleme nicht nur auf die falschen Klamotten und den nicht erreichbaren Freund reduziert. Die Protagonistin, eine Künstlerin mit hypochondrischen Neigungen, wird mit weiteren Problemen konfrontiert, die über Alltagsprobleme hinausgehen. So erfährt sie im Laufe des Buches, dass ihre Mutter an unheilbarem Krebs leidet und lernt damit umzugehen.

 

 

 

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